Tipps & Tricks

7 Tipps, wie Sie Webseiten-Besucher in Newsletter Empfänger verwandeln – und langfristig in Kunden

Lesezeit 4 min.

Stellen Sie sich vor, Sie besitzen einen kleinen Laden. Er ist stets gut besucht, nur: wiederkommen tun nicht alle Kunden, und einen Kauf tätigen die wenigsten davon. Eine ähnliche Situation kennen auch viele Online-Shop Betreiber, die Webseiten-Besucher in Kunden verwandeln möchten. Um dies zu erreichen, kann ein Newsletter der Schlüssel sein. Wie Sie selbst Ihre Shop-Besucher in E-Mail Empfänger verwandeln (und auf lange Sicht in Kunden) lesen Sie in diesem Beitrag.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt: „Warum sollte ich einen Newsletter versenden? Ich will, dass meine Besucher direkt kaufen!“ Das wäre natürlich der Idealfall. Dennoch ist es hilfreich, im Kopf – bzw. im Mailpostfach – der Besucher und Kunden zu bleiben. Besonders Erstkunden benötigen etwas Vorlaufzeit, um Vertrauen in einen Online-Shop zu fassen. Newsletter bieten eine gute Möglichkeit, um nah am Interessenten zu bleiben und ihm trotzdem die Möglichkeit zu geben, in Ruhe Ihr Angebot kennenzulernen.

Darüber hinaus kann ein Newsletter für sich gesehen schon dazu führen, dass mehr Traffic auf Ihre Seite kommt – der auch dauerhaft hoch bleibt, wenn Sie regelmäßig Mails versenden. Mit Ihrem Newsletter und damit verbundenen Zugriffen auf Ihre Website beeinflussen Sie so Ihr Google Ranking auf positive Weise.

Die Vorteile Ihres Newsletters sind also klar – doch wie überzeugen Sie „Laufkundschaft“ dazu, Ihren Newsletter zu abonnieren?

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Mit diesen 7 Tipps werden Besucher zu Newsletter-Empfängern

1. Bessere Sichtbarkeit des Anmeldeformulars: Einige Webseiten-Betreiber setzen Ihr Anmeldeformular sehr versteckt ein, sodass nur noch eine Google-Suche Interessenten zum Formular führt. Dabei können Sie gar nicht offensichtlich genug mit Ihrer Newsletter Anmeldung umgehen! Bestenfalls ist diese auf Ihrer Seite ohne Scrollen direkt auffindbar, zum Beispiel als eigener Menüpunkt in Ihrer Navigation, oder auch als Pop-Up. Dieses taucht nach Möglichkeit erst einige Sekunden auf, nachdem Ihr Nutzer die Seite betrachtet hat, so funktionieren Pop-Ups am besten. Doch auch im Footer ist es gar nicht ungewöhnlich, ein kurzes Anmeldeformular wiederzufinden.

2. Den Warenkorb nutzen: Auch im Checkout Prozess ist es sinnvoll, Kunden auf Ihren Newsletter hinzuweisen. Hier haben Sie die Besucher zwar schon, wo Sie sie haben wollen – langfristig kann der Newsletter doch dazu führen, dass aus einmaligen Käufern loyale Stammkunden werden. Wichtig ist, dass Sie die Newsletter Anmeldung im Warenkorb absolut freiwillig machen – das schreibt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) vor. Bereits angekreuzte Kästchen oder Pflichtfelder für Name oder Geburtstag sind hier also tabu. Doch wenn Sie die richtigen Argumente vorbringen, werden Ihre Kunden beim Checkout gerne Ihren Newsletter abonnieren. Was uns zum nächsten Tipp bringt:

3. Klare Vorteilskommunikation: Warum sollten Besucher Ihren Newsletter bestellen? Fassen Sie in Ihrem Anmeldeformular die Vorteile kurz zusammen, die die Empfänger Ihres Newsletters erwarten können, um Interessenten von Ihren E-Mails zu überzeugen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Sofort-Rabatt nach Anmeldung
  • Exklusive Angebote für Abonnenten
  • Geburtstags-Grüße und -Gutscheine
  • Neue Produkte als Erster sehen
  • Kostenfreie Downloads
  • Je klarer und „aufgeräumter“ Ihr Anmeldeformular und das Vorteilsversprechen an Ihre Kunden ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie schnell neue Registrierungen verzeichnen.

    4. Weniger ist mehr: Apropos aufgeräumt. Laut DSGVO dürfen Sie nur die E-Mail Adresse im Anmeldeformular verpflichtend abfragen, um Ihren Newsletter an Interessenten versenden zu können. Alle weiteren Angaben sind vom Empfänger völlig freiwillig. Das bietet Ihnen einen Vorteil, denn je weniger Ihre Webseiten-Besucher ausfüllen müssen, desto kleiner ist die Hürde, sich für den Newsletter zu registrieren. Haben Sie aber vor, personalisierte Angebote zu versenden, zum Beispiel zum Geburtstag, können Sie die entsprechenden Daten abfragen. Wichtig ist in diesem Fall, dass Sie im Formular oder in der Datenschutzerklärung darauf hinweisen, wofür die abgefragten Daten verwendet werden.

    5. Positives Kundenfeedback veröffentlichen: Zitate von zufriedenen Kunden auf der Anmeldeseite für Ihren Newsletter schaffen Vertrauen. Zudem bedienen Sie sich damit eines einfachen psychologischen Tricks; Der „Social Proof“ appelliert an den Trieb jedes Menschen, der großen Gruppe zu folgen. Sprechen also andere Kunden öffentlich über ihre guten Erfahrungen mit Ihrem Online-Unternehmen, schließen sich weitere Menschen bereitwillig dieser Gruppe an. Nutzen Sie diesen Effekt, um Interessenten Ihren Newsletter schmackhaft zu machen und um Sales zu erhöhen! Weiter Wege, mit denen Sie den „Bestseller“-Effekt gewinnbringend einsetzen können, finden Sie in diesem Beitrag.

    6. Alle Kanäle einbeziehen: Möchten Sie nicht nur Website-Besucher, sondern auch „Schaufenster-Bummler“ ansprechen, sollten Sie Ihr Anmeldeformular auf allen Kanälen nutzen, auf denen Sie neben Ihrer Homepage mit Ihrem Unternehmen aktiv sind. Nutzen Sie zum Beispiel Facebook-Posts oder Instagram Stories, um auf Ihren Newsletter hinzuweisen. Wer offline wirbt und Print-Anzeigen oder gar Fernsehwerbung schaltet, kann auch hier den Verweis auf den Newsletter aufnehmen. Diese Kanäle bieten den klaren Vorteil, dass eine große Gruppe angesprochen wird – wird der Hinweis auf den Newsletter dann noch mit einem Vorteil für die Empfänger kommuniziert („Sichern Sie sich noch heute 5 € Sofort-Rabatt!“), kommen die neuen Abonnenten ganz von allein.

    7. SEA und Social Media Anzeigen nutzen: Möchten Sie Ihren Newsletter aktiv promoten, können Sie, ähnlich wie in Punkt 6, auch außerhalb Ihrer Homepage mit Suchmaschinen-Anzeigen und Werbeeinblendungen auf Social Media Plattformen werben. Anders als bei klassischen Print-Anzeigen können Sie hier besser steuern, welcher Zielgruppe Ihre Anzeige gezeigt werden soll. Führen Sie beispielsweise einen Online-Shop für Schuhe, können Sie „Schuhe“ als Interesse Ihrer potenziellen Newsletter-Empfänger angeben, sowie viele weitere Parameter einstellen um ganz gezielt die Menschen anzusprechen, die am wahrscheinlichsten Interesse an Ihrem Newsletter haben.

    Fazit

    E-Mail Marketing ist nach wie vor ein extrem erfolgreicher Kommunikationskanal, der auch bei kleinem Budget viel Erfolg verspricht. Gerade Online Händler sollten auf den Newsletter setzen, um den Abverkauf zu steigern. Denn Newsletter sorgen nicht nur für einen höheren Traffic im Shop, sondern auch für eine bessere Kundenbindung und langfristig für mehr Sales. Je präsenter Händler ihre Anmeldung für den Newsletter positionieren, desto mehr Webseiten-Besucher werden auf diese aufmerksam und desto mehr Registrierungen lassen sich für den Newsletter erzielen – und damit langfristig mehr Verkäufe in Ihrem Online-Shop!


    Sabine Kowalski

    Sabine Kowalski arbeitet als Content Spezialistin bei CleverReach®. Privat bloggt sie leidenschaftlich über Mode, Nachhaltigkeit und alles zum Thema Selbermachen.