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Adressen erneut bestätigen? DSGVO-Missverständnis mit erheblicher Tragweite

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Die Datenschutzgrundverordnung ist in Kraft. Die Medienbranche ist insbesondere hinsichtlich des Newsletter-Versands in großer Sorge. Doch während echten Spammern die neuen Regeln leider egal sein werden, beunruhigen sich all jene Unternehmen, die die Regeln einhalten möchten. Viele seriöse Medienunternehmen haben deswegen in den vergangenen Wochen noch einmal um eine schriftliche Bestätigung zum Newsletter-Erhalt gebeten.

Doch ist dies überhaupt notwendig? CleverReach klärt 3 Fragen über das Missverständnis zur Einverständniserklärung zum Newsletter-Erhalt auf.

1. Viele Unternehmen verschickten eine Aufforderung an ihre Newsletter-Empfänger, sich nochmal über das Double-Opt-In-Verfahren für den Verteiler anzumelden. Ist das wirklich nötig?

Es handelt sich um ein Missverständnis mit einer leider erheblichen Tragweite. Unsere Empfehlung: Versenden Sie keine neue Aufforderung zum Double-Opt-In! Damit dezimieren Sie nur Ihren Verteiler, den wichtigsten Wert Ihrer E-Mail Kommunikation. Kunden, bei derer Daten Sie bereits ordnungsgemäß erhoben haben, die diese E-Mail übersehen oder aus anderen Gründen nicht bestätigen, werden sich ggf. fragen, warum die Kommunikation abbricht.

Dabei ändert sich durch die DSGVO eigentlich kaum etwas. Das alte Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) überschneiden sich in vielen Bereichen, da wir hier in Deutschland und Europa schon immer den strengsten Datenschutz hatten. Darüber hinaus zielen die neuen Regeln auf mutwillige Verstöße ab. So führt der Bayerische Landesbeauftragte für Datenschutz erst aktuell wieder aus:

„Mit dem Geltungsbeginn der Datenschutz-Grundverordnung (25. Mai 2018) werden die nach bisherigem Datenschutzrecht wirksamen Einwilligungen nicht „automatisch“ unwirksam, auch wenn sie nicht in jeder Hinsicht den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung entsprechen. Vielmehr stellt der Erwägungsgrund 171 zur DSGVO klar, dass die Verantwortlichen in vielen Fällen die Verarbeitung aufgrund einer bereits vor Geltung der Datenschutz-Grundverordnung eingeholten Einwilligung fortsetzen können.“

Wer die Einwilligungen seiner Empfänger zum Newsletter Versand also bereits vor dem Inkrafttreten der DSGVO rechtskonform z.B. per Double-Opt-In eingeholt hat, benötigt nun keine erneute Einwilligung, die im Übrigen bei nicht vorhandener Einwilligung rechtswidrig und nicht erlaubt ist.

2. Was passiert jetzt also, wenn ich meine Empfänger doch zum zweiten Mal zum Double-Opt-In auffordere?

Ein Großteil der Leute wird diese E-Mail als überflüssig und nervtötend empfinden und unbestätigt löschen oder bei der Flut einfach übersehen. Dabei heißt das Nichtöffnen und Nicht-bestätigen nicht gleich Desinteresse an weiteren Nachrichten! Trotzdem schrumpft mit dieser Aktion der schöne, mühsam aufgebaute Verteiler zusammen. Es ist nachvollziehbar, dass derzeit in vielen Unternehmen Unsicherheit hinsichtlich der DSGVO herrscht. Die Medien unterstützen und polarisieren die Unsicherheit. Wichtig ist hier in erster Linie, Ruhe zu bewahren.

Glücklicherweise hat CleverReach in vielen Dingen schon viele Jahre seine Kunden auf empfängerorientierte rechtskonforme Adresserhebung und Verwendung sensibilisiert und hohe Standards eingehalten, sodass sich gar nicht viel ändert. Wir haben speziell für unsere Kunden nun zusätzlich eine Sprechstunde eingerichtet, weil wir unseren Kunden gerne hilfreich sein wollen.
Falls dennoch Unsicherheit zur DSGVO in Ihrem Unternehmen herrscht: Ziehen Sie einen Spezialisten hinzu, statt auf eigene Faust im Internet zu recherchieren und daraus Schlüsse zu ziehen. Sie googlen ja auch nicht selbst nach Ihrer Diagnose, statt den Arzt um Rat zu fragen. Online finden sich viele widersprüchliche Informationen, gerade beim Thema Datenschutz. Die Behörden selbst sind wenig vorbereitet und überfordert. Lassen Sie daher lieber einen Datenschutz-Experten ein Auge über Ihre Kommunikation werfen.

3. Welches E-Mail Marketing Tool empfiehlt sich nun für Unternehmen, die weiterhin per Newsletter kommunizieren möchten?

Wir spüren gerade überproportionalen Zulauf, z.B. von Kunden, die vorher bei Anbietern wie MailChimp, einem Wettbewerber mit Sitz in den USA, waren. Mit Server-Standorten in der EU agiert CleverReach hingegen DSGVO-konform.
Wer bisher bei CleverReach E-Mails versendet hat, ist gut aufgestellt. Unsere Dokumentation der Nutzereinwilligungen ist und war schon vor Eintritt der DSGVO bei unserer Software inklusive und der Double-Opt-In bei der Nutzung von CleverReach Formularen Standard. Damit sind die wichtigsten Vorkehrungen für einen Datenschutzrechtlich einwandfreien Newsletter Versand abgedeckt.


Morny Russell

Textjongleurin bei CleverReach® , bekennender Foodie, leidenschaftliche Foodfoto-Knipserin und Instagrammerin.