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Die 5 häufigsten Gründe für Warenkorbabbrüche – und was Shops dagegen tun können

Lesezeit 4 min.

68 % aller Shoppingtouren in Onlineshops werden abgebrochen (Quelle: baymard).
E-Commerce-Unternehmen entgehen dadurch jedes Jahr erhebliche Umsätze. Dabei gibt es einfache und effektive Gegenmaßnahmen: Optimieren Sie Ihren Warenkorb!

Grund 1: Der Warenkorb ist nicht nutzerfreundlich genug

Kunden möchten sich, bevor sie zur Kasse gehen, das Produkt in der Regel noch einmal anschauen – schließlich sind Fehlkäufe nervig. Es ist für Nutzer frustrierend, wenn Informationen wie Materialzusammensetzung oder Pflegehinweise wie in diesem Fall nicht bequem im Warenkorb zugänglich sind oder das Produktbild gar nicht oder derartig klein angezeigt wird. Auch die Gesamtsumme des Kaufbetrags, inkl. der Versandkosten, sollten an dieser Stelle klar kommuniziert werden. Hier vermissen Kunden die Angabe der voraussichtlichen Versanddauer sowie die Funktion „Löschen und Hinzufügen von Produkten“.

Im folgenden Warenkorb dagegen sind die meisten der obigen Punkte vorbildlich umgesetzt:

Grund 2: Der Bestellprozess dauert insgesamt zu lange

Der ideale Online-Bestellvorgang ist nach maximal fünf Schritten abgeschlossen! Dies gilt auch für „Gastkäufer“, also für (noch) nicht registrierte Kunden. Alles andere wird als umständlich und zeitraubend empfunden; der Warenkorb „stehen gelassen“.
So bliebe im folgenden Beispiel dem Kunden viel Aufwand erspart, wäre die Dateneingabe optisch übersichtlicher aufbereitet und würden nur jene Angaben abgefragt, die für eine korrekte Bestellung/Lieferung auch wirklich notwendig sind:

Zudem hilft es, dem Kunden während des Prozesses zu kommunizieren, wie weit er jeweils noch vom Ziel entfernt ist (z.B. durch die Anzeige „Schritt 2 von 5“). Vertrauenserzeugende Signale wie „Trust“-Zertifikate und Datenschutzhinweise wirken unterstützend auf den Kaufabschluss und sind daher an dieser Stelle (siehe unteres Beispiel) ebenfalls angemessen platziert:

Grund 3: Der Kunde erfährt zu spät, wie er zahlen kann

Leider sehen viele Warenkörbe so aus wie dieser hier:

Es fehlt eine Information über die möglichen Zahlungsmethoden, von denen Kreditkarte, Lastschriftverfahren, Kauf auf Rechnung oder Paypal die gängigsten sind. Obwohl Kunden hier bereits auf dem Weg zur Kasse sind , werden sich viele noch gegen den Kauf des Produkts entscheiden – denn es auf gut Glück zu versuchen oder festzustellen, dass die bevorzugte Zahlungsmethode am Ende doch nicht zur Verfügung steht, dafür haben die Käufer heute weder Zeit noch Nerven.

Zahlungsmethoden frühzeitig und über leicht erkennbare Symbole zu kommunizieren, ist eine sehr einfache und kundenfreundliche Lösung:

Grund 4: Der Umgang mit technischen Problemen ist nicht professionell

Szenarien wie ins Leere führende Links, Probleme beim Einlösen von Gutscheincodes o.Ä. kommen vor. Das ändert leider nichts daran, dass diese Störfälle das Einkaufserlebnis des Nutzers trüben, sein Vertrauen in den Shop beeinträchtigen und Warenkorbabbrüche nach sich ziehen. Alle Funktionen des Bestellvorgangs sollten daher regelmäßig (z.B. durch Testkäufe) geprüft werden.

Grund 5: Es gibt keine Merkliste

Manche Kunden nutzen den Warenkorb als eine Art Einkaufsliste „für später“. Oft genug vergessen sie ihn allerdings und kehren nicht mehr in den Shop zurück. Auch das zählt in diesem Fall als Warenkorbabbruch, da der Bestellprozess nicht zu Ende geführt wurde.

In einer Merkliste oder auf einem Wunschzettel können Artikel separat gespeichert, aber natürlich auch mit einem einzigen Klick in den Warenkorb verschoben werden. Ein bewährter Anreiz dazu sind Gutscheincodes und Rabattaktionen.

Fazit

Sehr einfach, sehr bequem und absolut transparent: so sollte der gesamte Bestellvorgang sein.
Der folgende Warenkorb ist ein schönes Gesamtbeispiel: Er teilt dem Kunden zusätzlich alle Vorteile des Shops mit, zeigt Vertrauenselemente wie „Trust“-Siegel und bietet weitere Kaufanreize wie Produktvorschläge und Rabatte.

Checkliste zur Senkung der Warenkorbabbrüche:

1. Ist der Warenkorb nutzerfreundlich?
2. Hat der Bestell-/Kaufvorgang maximal 5 Schritte?
3. Weiß der Kunde von Anfang an, wie er bezahlen kann?
4. Findet regelmäßig ein technischer Test des Kaufprozesses statt?
5. Gibt es eine Merkliste als Ergänzung zum Warenkorb?

In der Optimierung Ihres Warenkorbs steckt bares Geld – lassen Sie es nicht ungenutzt liegen.

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