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5 neue, rechtlich saubere Tipps zur Newsletter-Adressgewinnung

Lesezeit 4 min.

In unserer Kundenumfrage nannten 61 % der Teilnehmer die Gewinnung neuer Adressen als größte Herausforderung im E-Mail Marketing. Kein Wunder! Die meisten Menschen sind vorsichtig mit der Herausgabe ihrer Daten geworden – oder schlicht nicht motiviert genug, ihre E-Mail Adresse in ein Feld zu tippen und auf „Registrieren“ zu klicken.

Auch wenn sie die „Basics“ der Adressgewinnung (d.h. die kluge Platzierung des Anmeldeformulars auf der Website bzw. eine eigene Landingpage für die Newsletter-Anmeldung) umgesetzt haben, hadern viele E-Mail Marketing Manager damit, dass der Verteiler nicht so wächst wie gewünscht. Hier stellen wir deshalb weitere effektive und rechtlich einwandfreie Methoden der E-Mail-Adressgewinnung vor!

Tipp 1: Adressgewinnung mithilfe von Belohnungen bzw. „Freebies“

Lieben Sie Geschenke? Ihre Kunden auch! Daher lassen sich neue Abonnenten hervorragend über „Freebies“ generieren, also kostenlose Serviceleistungen. Diese werden für den User freigeschaltet, sobald er sich für Ihren Newsletter per Double-Opt-In registriert.

Zugkräftige Belohnungen, die sich für Dienstleister anbieten:

• Checklisten, Anleitungen, Vorlagen zum Planen/Kalkulieren (z. B. in Excel, PowerPoint)
• Whitepaper
• Branchenspezifische Umfragen und Case Studies
• Kostenlose Erstberatungen, z. B. über Skype
• Video-Tutorials und Webinare
• E-Mail-Serien (episodenhafte Mailings zu einem bestimmten Thema)

Achten Sie bei der Vergabe von „Freebies“ auf deren Qualität. Für den User ist das Freebie schließlich die erste Begegnung mit Ihnen als Unternehmen. Inhalt, der Inspirationen und Problemlösungen bietet, ist Gold wert, denn er beweist Ihre Kompetenz und macht neugierig. Erfahrene Content-Agenturen können Sie bei der Erstellung des „Freebies“ unterstützen.

Für Onlineshops eignen sich Gutscheine und Rabattcodes als „Freebies“, denn hier geht es vor allem darum, einen Anreiz für den ersten Einkauf zu schaffen. Bevor der Gutschein bzw. der Code kommuniziert werden, ist es erfahrungsgemäß ein cleverer Schritt, noch einmal sicherzustellen, dass dieser beim Einlösen auch tatsächlich funktioniert (Testlauf einplanen). Außerdem empfehlen wir, die Conversions des Gutscheins zu tracken – aus den Daten lassen sich weitere wichtige Erkenntnisse über Ihre Kunden ableiten.

Tipp 2: Facebook nutzen, um die Adressdatendank zu erweitern

Falls noch nicht geschehen: Erstellen Sie eine Facebookseite für Ihr Unternehmen und integrieren Sie dort ein Anmeldeformular für Ihren Newsletter. Hierfür gibt es eigene Apps, mit deren Hilfe Facebook Tabs für Newsletteranmeldungen erstellt werden können, beispielsweise Woobox oder Static HTML: Iframe tabs, aber auch die entsprechende Integrationslösung von CleverReach®. Der Vorteil bei dieser Art der Adressgewinnung: Die Daten werden automatisch erfasst und der Neu-Abonnent braucht Facebook nicht zu verlassen, um sich anzumelden. Facebook selber bietet mit den Facebook Lead Ads die Möglichkeit, eine Paid-Kampagne zu starten und damit neue Abonnenten gewinnen. Auch bei diesen von Ihnen geschalteten Werbeanzeigen kann der User sich mit Hilfe eines Lead-Formulars direkt auf Facebook zu Ihrem Newsletter anmelden. Die Adress-Daten der Neuabonnenten werden dann über unsere Facebook-Lead-Ads-Integration direkt an Ihre CleverReach®-Empfängerliste übertragen.

Sie können auch eine Paid-Kampagne starten und damit neue Abonnenten gewinnen: Auch bei diesen von Ihnen geschalteten Werbeanzeigen kann der User sich mit Hilfe eines Lead-Formulars direkt auf Facebook zu Ihrem Newsletter anmelden. Die Daten können über Schnittstellen direkt verwaltet werden – viele nutzen dafür CRM-Software, sodass keine dritte Partei beteiligt ist.

Verfügen Sie über einen gepflegten Instagram-Account? Dann können Sie ihn mit Ihrer Facebook-Seite verbinden. So werden Ihre Facebook-Lead-Kampagnen auch dort ausgespielt.

Tipp 3: Offline-Aktionen zur Adressgewinnung

Adressen lassen sich natürlich auch offline generieren – manchmal sogar einfacher, da Neukunden in Ihren Geschäftsräumen direkt mit Ihrem Team in Kontakt kommen.
Nutzen Sie diesen günstigen Umstand, um z. B.

• Newsletterboxen auf Messen und Netzwerk-Veranstaltungen aufzustellen,
• ein Gästebuch für Lob und Tadel auszulegen,
• ein Gewinnspiel zu organisieren oder
• Feedbackformulare mit Newsletter-Anmeldemöglichkeit anzubieten.

Wichtig: Online und offline gelten beim Sammeln von E-Mail-Adressen die gleichen Regeln. Auch außerhalb des Internets ist es vorgeschrieben, die Einwilligung des Nutzers zum Bezug des Newsletters per Double-Opt-In zu belegen.

Und so geht’s: Halten Sie ein bereits vorgefertigtes Formular (zwei Exemplare: eines für Sie, eines für den neuen Newsletter-Abonnenten) bereit, das Ihre aktuelle, der DSGVO entsprechende, Datenschutzerklärung beinhaltet und in dieser den Nutzer über sein Widerrufssrecht informiert. Der potenzielle neue Kunde füllt das Formular aus und unterschreibt. Tragen Sie die neue E-Mail-Adresse per Hand ins System ein und heften Sie Ihre Ausgabe des Formulars unbedingt wieder auffindbar ab, bzw. scannen es ein und archivieren es entsprechend – der Gesetzgeber verlangt eine Dokumentation der Zustimmungen!

Tipp 4: Über Premium-Angebote oder einen VIP-Kundenstatus Adressen sammeln

Nicht nur das E-Commerce, auch der klassische Einzelhandel kann beim Thema Adressgewinnung von Rabatten profitieren: Bieten Sie Kunden an der Kasse einen attraktiven Preisnachlass an, wenn diese sich bei Ihnen für den Newsletterversand registrieren. Als besonders effektiv hat sich erwiesen, dieses mit einer gewissen Exklusivität zu koppeln. Fragen Sie z.B. „Möchten Sie VIP-Kunde werden – und besonders auf Sie zugeschnittene Angebote zugesendet bekommen?“ oder „Würden Sie gerne die Vorteile unserer Premium-Mitglieder nutzen – und vor allen anderen über geplante Sales informiert werden?“.

Das Vorgehen, das Newsletter-Abo den potenziellen neuen Empfängern als exklusive Mitgliedschaft schmackhaft zu machen, ist auf den Dienstleistungssektor übertragbar. Beispiele:

• Ein Dermatologe, der für die Faltenbehandlung an seine Stammkunden exklusive Rabatte per Newsletter weitergibt, zum Beispiel an speziellen Tagen oder für größere Personengruppen
• Eine Hundeschule stellt für ihre „Schüler“ interessante Artikel zum Thema Hundeerziehung zusammen und macht dabei auf ihre neuen Kurse mit Frühbucherrabatt aufmerksam
• Ein Friseur bietet in seinem Newsletter Informationen über die neuesten Farb- und Schnitttrends sowie einen Code, mit dem der Empfänger beim nächsten Termin eine kostenlose Produktprobe/Kopfmassage o.Ä. erhält

Es zahlt sich aus, dem Kunden das Gefühl zu geben, etwas ganz Besonderes zu sein!

Tipp 5: E-Mail Signatur der Mitarbeiter

Ihre Mitarbeiter versenden täglich eine Vielzahl von Mails, richtig? Eine Anmeldungsmöglichkeit zum Newsletter, integriert in die jeweilige E-Mail Signatur des Mitarbeiters, ist eine praktische, kostengünstige und doch elegante Lösung, die Adressdatenbank für den Newsletter aufzustocken.

Ähnlich wie bei Tipp 3 liegt der Vorteil im direkten Kontakt zwischen Ihrem potenziellen Neuabonnenten und einem Ihrer Mitarbeiter. Die persönliche Beziehung setzt die Hemmschwelle für die Registrierung herab.

Fazit:

Es gibt mehr Methoden zur Erschließung neuer E-Mail Adressen, als die meisten Unternehmen tatsächlich anwenden. Seien Sie der Konkurrenz einen Schritt voraus und platzieren Sie die Anmeldemöglichkeiten für den Newsletter, wo immer es (sinnvollerweise) geht. Dafür ist meist nicht viel Geld oder Zeit vonnöten – und doch können Sie sich über einen nachhaltigen Effekt auf Ihr E-Mail Marketing freuen!


Online Redakteurin bei Rockit Internet; liebt es, Tech-Themen verständlich zu erklären.