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10 Tipps für kreative und originelle Newsletter-Texte und Betreffzeilen

Lesezeit 5 min.

Eine Newsletter-Betreffzeile steht vor der Herausforderung, die Aufmerksamkeit des Empfängers innerhalb von Sekunden zu fesseln und sich gegen die Konkurrenz vieler anderer Nachrichten im Postfach durchzusetzen. Deswegen versuchen Newsletter-Versender natürlich, jede ihrer Mails so interessant wie möglich zu gestalten. Doch manchmal hakt es einfach beim Finden der richtigen Worte. Der Text kommt nicht schnell genug auf den Punkt, wirkt beliebig und öde …

Kommt Ihnen bekannt vor? Dann probieren Sie untenstehende Techniken zum Texten richtig guter Newsletter und spannender Betreffzeilen aus. Damit fallen Ihre E-Mail-Kampagnen sofort positiv auf und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Empfänger neugierig darauf klicken. Viel Erfolg!


Tipp 1: Fragen stellen

Menschen bekommen gerne Aufmerksamkeit, selbst wenn das Gegenüber „nur“ virtuell ist.

Beispiel:

Du hast den Montags-Blues? Unsere Sommerkleider machen Glücksgefühle!


Tipp 2: Interessante Wörter koppeln

Es geht nicht um dichterische Höchstleistungen – sondern ganz einfach darum, sich selbst kreativ auszuhelfen! Dazu reicht es schon, zwei Wörter zu kombinieren, nach der Formel „Wort, welches das Produkt/die Dienstleistung beschreibt“ + „positiv besetzter, gut passender Begriff“ (oder andersherum).

Beispiele:

Seidenhaar (Friseur)

Kekskönigin & Plätzchenprinz (Onlineshop für Back-Zubehör)

Glückskleid (Hochzeitsmode)

Grill-Gold (Metzger/Supermarkt)

Blütenrausch (Gartencenter)


Tipp 3: Eine Problemlösung bieten

Erzählen Sie kurze, knackige Storys. Das geht hervorragend nach dem Schema Problem => Problemlösung. Früher oder später sollte natürlich das von Ihnen beworbene Produkt/die Dienstleistung an sinnvoller Stelle im Newsletter auftauchen.

Beispiel:

Die Top 5-Gründe, warum Ihre Pflanzen immer eingehen

Endlich reine Haut: Lies nach, welche Beauty-Routine Julia (22) geholfen hat

Autos urlaubsfit machen – der große 20-Punkte-Plan


Tipp 4: Phrasen, Redewendungen und Zitate einfließen lassen

Worte oder Wortkombinationen zu nutzen, die innerhalb der Zielgruppe bereits mit positiven Bildern oder Situationen verknüpft sind, ist eine weitere clevere Idee für den Newsletter.

Beispiel:

Lady Marmalade: Die schönsten Einkoch-Rezepte aus der XY-Redaktion

SALE ab 7 h: Morgenstund hat Gold im Mund!

Villa Kunterbunt – Kindermöbel jetzt reduziert

Eine sehr nachhaltige Wirkung erzielen Sie, wenn Sie diesen sprachlichen „Roten Faden“ dann auch im Inhalt des Newsletters mit entsprechenden Vergleichen und Bezügen beibehalten.


Tipp 5: Alliterationen und Reime verwenden

Dieses Koppeln von Worten mit identischem Anfangsbuchstaben nennt sich Alliteration und ist als rhetorisches Mittel ebenfalls sehr effektiv. Auch, was sich reimt, hat den besonderen Twist.

Beispiele:

Porzellan-Paradies: Traumhaftes Geschirr für deine Küche (Alliteration)

Alles bunt für den Hund: Näpfe und Halsbänder in Trendfarben (Reim)


Tipp 6: Konkret statt diffus beschreiben

Je genauer Sie einen Sachverhalt beschreiben können, desto besser – so  wäre es z.B. möglich, das obige Beispiel „Porzellan-Paradies: Traumhaftes Geschirr für deine Küche“ noch knackiger zu formulieren, indem man „Küche“ durch „Kaffeetafel“, „Kaffeekränzchen“ oder „für dein nächstes Dinner“ ersetzt. Dadurch tauchen vor dem inneren Auge des Lesers Bilder auf, die noch individueller und noch stärker emotional besetzt sind.


Tipp 7: Motivieren und auffordern

Aufforderungen im Newsletter, vor allem ganz zu Beginn in der Betreffzeile, machen neugierig – und schon haben Sie den gewünschten Klick.

Beispiel:

Schmück dich

Urlaub jetzt planen

Hochzeits-Locations vergleichen

Schnäppchen fangen

Komm mit ins Waren-Wunderland


Tipp 8: Humor einsetzen

Sicher, beim Thema Humor gilt: Was des einen Zimmerdecke, ist des anderen Fußboden. Doch Sie können gar nicht so viel verkehrt machen. Die meisten Absender haben nun mal langweilige Newsletter, sodass Witz und Charme unheimlich positiv auffallen!

Beispiel für einen lustigen Betreff:

3, 2, 1: Heinz! Onlinedating für Frauen 60+

Bedenken Sie allerdings: Ihre Branche und die Werte, für die Ihr Shop/Ihr Unternehmen steht, müssen mit dieser Art Späßchen natürlich kompatibel sein.


Tipp 9: Schräg sein

Eine junge, unkonventionelle Zielgruppe kann man im Betreff durchaus mit

Psssst – das bleibt unter uns

Geiler Scheiß  – unsere Aktionswochen

Schnitzel-Koma: Täglich ab 17 Uhr bei uns

HELL YEAH!

und Ähnlichem begrüßen. Es hebt den Newsletter von all den anderen Mails im E-Mail-Account des Empfängers ziemlich cool ab.


Tipp 10: Die eigene Kreativität schulen

Legen Sie ein Dokument an, in dem Sie alle Newsletter sammeln, die Sie gern angeklickt und gelesen haben. Es muss ja nicht alles verwendet werden – Ihre Materialsammlung kann auch „nur“ der Inspiration dienen. Sie werden feststellen, dass das bewusste Ausschauhalten nach guten E-Mail Kampagnen bereits die Assoziationsfähigkeit und Kreativität schult und Sie nach einigen Wochen viel schneller auf richtig gute Betreffzeilen und Inhalte kommen.


Nicht vergessen: Keine Idee ist umsonst!

Das regelmäßige Anwenden einer der obigen Methoden wird Ihnen dabei helfen, treffendere Worte für Ihre Newsletter zu finden. Doch behalten Sie dabei im Hinterkopf: Nur Übung macht den Meister. Auch erfahrene Werbetexter produzieren griffige Slogans und Claims nicht auf Knopfdruck, sondern benötigen in der Regel mehrere Anläufe. Kleiner Tipp zum Schluss: Werfen Sie Notizen, selbst wenn sie zu keinem Ergebnis geführt haben, nicht in den Müll. Heben Sie sie für später auf. Man weiß nie, wann „alte“ Einfälle wieder relevant werden!


Sabine Kowalski

Sabine Kowalski arbeitet als Content Spezialistin bei CleverReach©. Privat bloggt sie leidenschaftlich über Mode, Nachhaltigkeit und alles zum Thema Selbermachen.